DFG-Projekte an Hochschulen

Die Unterstützung internationaler Zusammenarbeit in der Forschung ist eine der satzungsgemäßen Aufgaben der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie fördert internationale Kooperation und Austausch mit spezifischen Förderinstrumenten, unter anderem mit Forschungsstipendien und der Förderung im Programmbereich „Internationale wissenschaftliche Kontakte“.

Ein großer Anteil der Projekte mit internationaler Beteiligung geht dabei auf gemeinsame Ausschreibungen mit Partnerorganisationen im Ausland zurück. Dabei handelt es sich um Vereinbarungen der DFG mit ausländischen Partnerorganisationen zur gemeinsamen Begutachtung und Förderung internationaler Forschungsvorhaben. Im Jahr 2019 war sie insgesamt an 20 bi- und multilateralen Ausschreibungen beteiligt. Generell gilt aber, dass alle Förderverfahren der DFG für internationale Kooperationen offenstehen.
Die Beteiligung internationale Kooperationspartner an Drittmittel-Projekten ist ein wichtiger Indikator für internationale Zusammenarbeit in der Forschung. Die hier aufbereiteten Kennzahlen zur Beteiligung internationaler Partner an DFG-Projekten an Hochschulen ergänzen andere forschungsrelevante Kennzahlen zu internationalen Publikationen, zur Förderung durch Drittmittel der EU, durch die AvH und den DAAD.

DFG-Projekte mit ausländischer Beteiligung

Quelle: iStock

Die Einwerbung von Drittmitteln ist ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung der Forschung, gleichzeitig lässt sie wertvolle Rückschlüsse auf die internationale Ausrichtung der Hochschulen zu wie im Fall von DFG-Projekten, die von Hochschulen eingeworben und in Kooperation mit ausländischen Partnern durchgeführt werden. Nicht nur spiegelt der Anteil der Projekte mit ausländischer Beteiligung das Ausmaß der internationalen Zusammenarbeit wieder, die Auswertung nach Partnerländern gibt zusätzlich Auskunft darüber, mit welchen Ländern und Regionen vorrangig kooperiert wird.

Zu beachten ist, dass die Größe des Landes, der Bevölkerung und des lokalen Hochschulsystems den Umfang der wissenschaftlichen Kooperationen beeinflussen; kleinere, populationsärmere Länder und Regionen mit wenigen Hochschulen stoßen schneller an ihre Kapazitätsgrenze als große.

Außerdem muss bei der Betrachtung der Forschungsaktivitäten der Hochschulen berücksichtigt werden, dass große Unterschiede bei den Rahmenbedingungen der verschiedenen Hochschultypen existieren, zum Beispiel in Bezug auf die Zeit, die für Forschungs- und Publikationstätigkeiten eingesetzt werden kann. So müssen Professor*innen an Fachhochschulen einen größeren Teil ihrer Arbeitszeit als ihre Kolleg*innen an Universitäten für die Lehre aufwenden. Auch an den Kunst- und Musikhochschulen kommt der Lehre ein größerer Stellenwert zu.

Die Hochschulen und Hochschultypen unterscheiden sich schließlich in Bezug auf das zur Verfügung stehende wissenschaftliche Hilfspersonal. Größere Hochschulen und Universitäten sind z. B. bei der Anzahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen meist besser ausgestattet als kleinere Hochschulen und Fachhochschulen. Tatsächlich wurden im Jahr 2019 98,9% (24.566) aller DFG-Projekte an Hochschulen von Universitäten durchgeführt, nur 0,8% (211) wurden von Fachhochschulen eingeworben. Je 0,1% entfiel auf Kunst- und Musikhochschulen (35 Projekte) bzw. Sonstige Hochschulen (16 Projekte).

DFG-Projekte: methodologische Anmerkungen

Die Zuordnung der DFG-Projekte zu den Jahrgängen erfolgt gemäß Ihrer Projektlaufzeit, sodass alle im jeweiligen Jahr laufenden Einzel- oder Rahmenprojekte (Verbünde) berücksichtigt werden. Die Zuordnung zu Fächergruppen erfolgt derzeit, in Angleichung an die übrigen Indikatoren, basierend auf der Fächersystematik des Statistischen Bundesamts (Destatis). Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Projekte nur einem primären Fach zugeordnet, tatsächlich sind sie aber häufig interdisziplinär aufgestellt.

Weiterführende Links

  • Detaillierte Informationen zu Förderprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft finden sich auf der Statistik-Seite der DFG.
nach oben

Projektpartner:

Gefördert durch: