DFG-Projekte an Hochschulen

Die Daten zu Projekten an deutschen Hochschulen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und eine Beteiligung ausländischer Hochschulen aufweisen, sind ein wichtiger Indikator für internationale Zusammenarbeit in der Forschung. Sie ergänzen forschungsrelevante Daten wie Internationale Publikationen, Förderung durch die AvH und Drittmittel der EU.

Stellenwert und Einschränkungen

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Die Einwerbung von Drittmitteln ist für Hochschulen ein wichtiger Faktor zur Finanzierung der Forschung geworden. Mit diesem sind außerdem auch Rückschlüsse auf die internationale Ausrichtung von Hochschulen möglich. Die Internationalisierung der Forschung trägt maßgeblich zur Internationalisierung der Hochschulen bei. Die Internationalität wird als zentraler Baustein der Sicherung des Studien- und Wissenschaftsstandorts Deutschland angesehen. Sie dient unter anderem der „Sicherstellung und Erhöhung der Qualität“ der Forschung (Wissenschaftsrat (2018) Empfehlungen zur Internationalisierung von Hochschulen) und damit der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Wissenschafts- und Innovationssystems.


Bei der Betrachtung der Forschungsaktivitäten an Hochschulen ist zu beachten, dass große Unterschiede bei den Rahmenbedingungen der verschiedenen Hochschultypen existieren, zum Beispiel in Bezug auf die Zeit, die für Forschungs- und Publikationstätigkeiten eingesetzt werden kann. So müssen Professor*innen an Fachhochschulen einen größeren Teil ihrer Arbeitszeit als ihre Kolleg*innen an Universitäten für die Lehre aufwenden. Auch an den Kunst- und Musikhochschulen kommt der Lehre ein größerer Stellenwert zu Forschung. Desweiteren unterscheiden sich die Hochschulen und Hochschultypen in Bezug auf das zur Verfügung stehende wissenschaftliche Hilfspersonal. Größere Hochschulen und Universitäten sind z. B. bei der Anzahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen meist besser ausgestattet als kleinere Hochschulen und Fachhochschulen.

DFG-Projekte mit ausländischer Beteiligung

Die Daten zu Projekten an deutschen Hochschulen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert werden und eine Beteiligung ausländischer Hochschulen aufweisen, sind ein wichtiger Indikator für internationale Zusammenarbeit in der Forschung. Der Anteil der Projekte mit ausländischer Beteiligung an allen Projekten spiegelt nicht nur das Ausmaß der internationalen Kooperationen wieder, die Auswertung nach Partnerländern gibt zusätzlich Auskunft darüber, mit welchen Ländern und Regionen vorrangig kooperiert wird. Zu beachten ist, dass die Größe des Landes, der Bevölkerung und des lokalen Hochschulsystems den Umfang der wissenschaftlichen Kooperationen beeinflussen; kleinere, populationsärmere Länder und Regionen mit wenigen Hochschulen stoßen schnelle an ihre Kapazitätsgrenze als große.

DFG-Projekte: methodologische Anmerkungen

Die Zuordnung der DFG-Projekte zu den Jahrgängen erfolgt gemäß Ihrer Projektlaufzeit, sodass alle im jeweiligen Jahr laufenden Einzel- oder Rahmenprojekte (Verbünde) berücksichtigt werden. Die Zuordnung zu Fächergruppen erfolgt derzeit, in Angleichung an die übrigen Indikatoren, basierend auf der Fächersystematik des Statistischen Bundesamts (Destatis). Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Projekte nur einem primären Fach zugeordnet, tatsächlich sind sie aber häufig interdisziplinär aufgestellt.

Weiterführende Links

  • Detaillierte Informationen zu Förderprogrammen der Deutschen Forschungsgemeinschaft finden sich auf der Statistik-Seite der DFG.
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